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Thrombosevorbeugung bei Flugreisen |
Was ist eine Thrombose ?
Unter einer „Thrombose“ versteht man eine Blutpfropfbildung, d.h. die
Entstehung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes. Am häufigsten
bilden sich diese Blutgerinnsel in der unteren Körperhälfte wie z.B. in
den Beinvenen. Wenn sich nun ein Blutpfropfen löst und über den
Blutkreislauf in die Lunge gelangt, so kann er hier in den
Lungengefäßen stecken bleiben und zu lebensbedrohlichen
Durchblutungsstörungen der Lunge führen. Man spricht in diesem Fall von
einer „Lungenembolie“.
Wie gefährlich sind lange Flugreisen ?
Lange Flugreisen über mehrere Stunden begünstigen das Risiko einer
Thrombosebildung. Durch die Bewegungseinschränkung und das lange still
Sitzen unter beengten Verhältnissen – vor allem in der Touristenklasse
(man spricht daher auch von einem Economy-Class-Syndrom) - werden die
Venen in der Kniekehle und in der Leiste abgenickt. Der Rückstrom des
Blutes wird dadurch verlangsamt. Zusätzlich bewirkt der Druckabfall in
der Kabine eine Ausdehnung der Venenwände, so dass auch dadurch der
Blutfluss verlangsamt wird. Auch die Abnahme der Luftfeuchtigkeit
begünstigt durch den Flüssigkeitsverlust des Körpers eine Verdickung
des Blutes und somit die Bildung von Blutgerinnseln. Durch diese vielen
Faktoren die hier zusammenwirken kommt es in den Beinen zu
Flüssigkeitseinlagerungen. Der Reisende bemerkt es oftmals dadurch,
dass die Haut an den Unterschenkeln spannt, die Füße anschwellen und
die Schuhe nicht mehr richtig passen. Mit zunehmender Flugdauer und
mangelnder bzw. ausbleibender Bewegung wird somit der Blutrückstrom
immer mehr verlangsamt, so dass das Blut zunehmend „eindickt“ und die
Gefahr einer Blutpfropfenbildung zunimmt. Risikogruppen
Zum Personenkreis der Reisenden mit erhöhtem Thromboserisiko gehören
v.a. Patienten mit Venenerkrankungen (wie z.B. Krampfadern,
Venenentzündungen), oder Herzinsuffizienz, sowie ältere Menschen,
Schwangere und Frischoperierte. Rauchen, Übergewicht und die „Pille“
stellen zusätzliche Risikofaktoren dar. Untersuchungen haben gezeigt,
dass bei Reisenden der Risikogruppe eine erhöhte Thrombosegefahr noch
bis zu fünf Tagen nach einem Langstreckenflug besteht. Stützstrümpfe
und ggf. erforderliche Medikamente oder Spritzen sollten daher – nach
Absprache mit dem Arzt – über diesen Zeitraum weiter verwendet werden.
Richtig vorbeugen hilft
Bewegung ist am wichtigsten Nach Möglichkeit sollte man, insbesondere
bei Langstreckenflügen, öfters aufstehen und in den Gängen umher gehen.
Das betätigt u.a. die Wadenmuskulatur, die wiederum das Blut zum
zirkulieren bringt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der
„Wadenmuskelpumpe“. Aufgrund der beengten Verhältnisse ist ein
Aufundabgehen nicht immer problemlos möglich. Hier können einfache
Gymnastikübungen weiterhelfen. Einige Übungsvorschläge können Sie
unseren „fit for travel–Tipps : So werden müde Beine munter“ entnehmen.
Bewegung ist die beste Vorbeugung ! Ausreichend trinken unterstützt
Der Körper benötigt durch die geringere Luftfeuchtigkeit vermehrt
Flüssigkeit. Die Flüssigkeitsaufnahme, z.B. von Mineralwasser, Frucht-
und Gemüsesäften erleichtert dem Organismus die
Flüssigkeitsbilanzierung und gibt ihm hilfreiche Mineralien und Salze.
Alkohol erweitert die Gefäße und stellt somit einen zusätzlichen
Risikofaktor dar.
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