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Legionellose

Legionaerserkrankung Legionellose bei Flugreisen


Legionärserkrankung Die Legionellose ist eine Infektionserkrankung des Menschen durch spezielle Bakterien, die in Hotels, Krankenhäusern und ähnlichen Institutionen immer wieder kleinere Epidemien auslösen können. Die Erkrankung kommt auch in Deutschland vor (etwa 1-2% aller Lungenentzündungen). Sie macht immer wieder Schlagzeilen in der Presse und ist als Auslöser von Kleinepidemien rund um den Globus bekannt. Der Erreger: Legionellen leben nur in Süsswasser. Sie vermehren sich bei 25 bis 55 Grad Celsius, kommen gel. aber auch in kaltem Wasser vor. Die Bakterien sind auf Amöben und andere einzellige Lebewesen angewiesen, um sich zu vermehren. Besonders gut gedeihen sie an Oberflächen, die nur zeitweilig von Wasser überspült und ansonsten nur benetzt sind.Deshalb entstehen gerade in nur zeitweilig genutzen Anlagen (z.B. Bad im Hotelzimmer) hohe Bakterienkonzentrationen.Der gesunde Mensch kann zwar größere Bakterienmengen mit dem Trinkwasser aufnehmen, ohne zu erkranken; das Inhalieren mit der Atemluft kann ihn aber krank machen. Die Infektion: Sie erfolgt durch das Einatmen von Wasserdämpfen z. B. unter der Dusche im Hotel oder im Whirlpool, bei der Hydrotherapie oder durch spezielle Luftbefeuchter. Infizierte Wassersysteme können zu Krankheitsausbrüchen bei Einzelpersonen oder auch zu Kleinepidemieen führen. Insgesamt ist die Erkrankung relativ selten (in Deutschland zwischen 6000 und 10 000 Fälle pro Jahr). Das Krankheitsbild: Die Erkrankung des vorher gesunden Menschen beginnt im typischen Fall "grippal" mit der weiten Palette der Symptome, die von Erkältungen o.ä. dem Patienten bekannt sind (Unwohlsein, Gliederschmerzen, Kopfschmerz, Reizhusten). Sie konzentriert sich innerhalb weniger Stunden zu einem deutlichen Krankheitsbild mit Brustschmerz, Durchfällen, hohem Fieber mit Schüttelfrost. Gefährlich ist die Lungenentzündung, aus der sich ein schweres Krankheitsbild entwickeln kann, an dem man auch trotz Therapie versterben kann. Meist verläuft die Krankheit aber weniger dramatisch. Trotz des subjektiv schweren Krankheitgefühls sind viele Patienten schon nach wenigen (5) Tagen wiederhergestellt. Die Diagnose: Die Diagnose stellt der Arzt mit dem speziellen Erregernachweis aus Proben, die er beim Patienten nimmt. Bis zum Ausbruch kann die Inkubationszeit zwischen 2 und 10 Tagen betragen, beim ähnlich verlaufenden sog. Pontiac-fieber nur 1-2 Tage. Der spezielle Antikörpernachweis spielt für die Frühdiagnose praktisch keine Rolle. Die Therapie: Bei schwererer Erkrankung gehört der Patient ins Krankenhaus. Eine spezielle antibiotische Therapie aus Erythromycin evtl. mit Rifampicin, Azithromycin, Clarithromycin o.a. ist in Europa überall erhältlich. Bettruhe und allgemeine Maßnahmen sind selbstverständlich, eine strenge Isolation des Kranken dürfte nur in Ausnahmesituationen nötig sein. Verschiedene Antibiotika sind vom Arzt differenziert einzusetzen. Prophylaxe / Impfung: Eine Impfung gegen Legionellen gibt es nicht. Prophylaxe setzt bei baulichen Maßnahmen an, die als sog. "technische Regel (dvgw w 551)" Anwendung finden und verhindern sollen, daß es zu einer Infektion von Wassertanks und Wasserleitungen kommt Der jeweilige Infektionsweg sollte ausgeforscht werden, um weitere Infektionen zu vermeiden. Die Angaben sind * zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes * auf längere Aufenthalte und auf die jeweiligen Hauptstädte zugeschnitten; für kürzere Reisen und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten * nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt ist unerlässlich * trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell
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