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Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Reisen |
Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Flugreisen
Diese Kinderkrankheit verdankt ihren Namen den Begleitsymptomen. Sie
wird durch Enteroviren ausgelöst. Diese Viren halten sich im
Magen-Darmtrakt des Menschen auf. Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind
es meist Coxsackie Viren oder das Enterovirus 71. Sie sind hoch
ansteckend. Epidemien breiten sich deshalb oft weltweit aus.
Vorkommen:
Enteroviren kommen weltweit vor. Epidemien gab es in Malaysia,
Australien, Japan und Europa. Kürzlich erkrankten in Taiwan 50.000
Kinder. Die Zahl der infizierten Personen dürfte noch weit höher
gelegen haben.
Die Infektion:
Enteroviren siedeln im Magen-Darm-Trakt. Sie werden durch
Schmierinfektion über Hände, Nahrungsmittel oder direkt durch Berührung
von Kranken übertragen. Auch Tröpfcheninfektionen durch Anhusten sind
möglich. Enges Zusammenleben mit anderen Menschen und ungenügende
Hygiene fördern die Ausbreitung.
Die Erkrankung:
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit beginnt nach einer kurzen Inkubationszeit
von 1 bis 3 Tagen mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Benommenheit,
Schwindel, Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit, Bindehautreizung und
Halsschmerzen. Manchmal bleibt die erste Phase aber auch symptomarm.
Später stellt man typische Veränderungen an den Händen und Füßen in
Form von rötlichen Flecken, kleinen Knötchen oder Bläschen fest, die
auch an der Mundschleimhaut auftreten können. Bei älteren Kindern sind
die Symptome meist nur schwach ausgeprägt, die Krankheit verläuft
harmlos oder sogar ganz unbemerkt. Nach einer Woche ist sie ausgeheilt.
Bei Kleinkindern kann es aber in einzelnen Fällen zu Komplikationen
kommen: Herzmuskel-, Lungen- oder Hirnhaut-entzündung zeigen sich mit
den dafür typischen Symptomen wie Herzschmerzen, Rhythmusstörungen,
oder Nackensteife.
Die Diagnose:
Eine exakte Diagnose ist nur durch Isolierung des Virus in einem
Speziallabor möglich. In der Praxis verlässt man sich auf die
epidemiologische Situation und typische Symptome.
Die Therapie:
Es gibt noch keine wirksamen Medikamente.
Vorsorge / Prophylaxe:
Es gibt auch keine Impfung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Zur
Prophylaxe eignet sich nur die strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen.
Das bedeutet insbesondere peinliche Körperhygiene mit häufigem
Händewaschen, das Vermeiden von größeren Menschenansammlungen
(Tröpfcheninfektion durch Anhusten), Trinkwasser abkochen,
Nahrungsmittel erhitzen, Obst schälen.
Besondere Hinweise:
In größeren Epidemien werden Kindergärten, Schulen und andere
Gemeinschaftseinrichtungen oft für einige Tage geschlossen, um die
Übertragungsrate zu vermindern.
Die Angaben sind * zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht
und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes * auf längere
Aufenthalte und auf die jeweiligen Hauptstädte zugeschnitten; für
kürzere Reisen und Reisen in andere Gebiete des Landes können
Abweichungen gelten * nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen
des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung
durch einen Arzt ist unerlässlich * trotz größtmöglicher Bemühungen
nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell |